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Der Omega-3-Index und dessen kardiovaskuläre Bedeutung

  • Thilo Pascher
  • 13. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Nov. 2025

 

 

Über den Omega 3 Index lässt sich die Omega 3 Fettsäuren - Versorgung darstellen.

Die über die Nahrung zugeführten Fettsäuren werden in den Membranen der roten Blutkörperchen gemessen. Dadurch bekommt man eine zuverlässige Aussage, wieviel und welche FS über einen längeren Zeitraum zugeführt wurden.

 

Die Menge und Zusammensetzung der Fettsäuren im roten BK, korreliert auch eng mit der Menge und Zusammensetzung im Herzmuskelgewebe.

 

Der Omega 3 Index dient als ein sehr zuverlässiger Marker für das Risiko eines plötzlichen Herztodes und anderer kardiovaskulären Risiken.

Der ideale Index-Wert liegt bei 8-11 %. In diesem Bereich findet sich das Risiko um 90% reduziert, während bei einem Wert kleiner als 4% die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Herztodes sich um das 10fache steigert.

Aktuelle Messungen zeigen, dass der Durchschnitt der westlichen Bevölkerung bei 4-5% liegt. In Japan, einem Land mit relativ hohem Fischkonsum, liegt er bei 9-11% .In Japan besteht auch ein geringeres Risiko eines plötzlichen Herztodes.

 

Neben einem erhöhten kardio-vaskulären Risiko, kann ein zu niedriger Omega 3 Index u.a. auch einhergehen mit

 

- einer verminderten kognitiven Funktion und geringerer Stressresilienz

- bei Frauen mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten und Schwangerschafsdepression

- einer erhöhten Entzündungsneigung, Immunschwäche, Gelenkbeschwerden

- nach sportlicher Belastung einem verzögerten Muskelkater (delayed onset muscle sorness)

 

Omega 3 FS liefern Leukotriene der Serie 5, die antientzündlich wirken.

Die Arachidonsäure die sich aus Omega 6 bildet, liefert Leukotriene der Serie 4, die primär entzündungsfördernd wirken. Da beide Fettsäuren, Omega-3 und Omega-6, im Körper um dieselben Enzymsysteme konkurrieren, ist es wichtig, dass eine optimale Balance der beiden vorliegt. Da es sonst, bei einem Übermaß an Omega 6 und der sich daraus bildende Arachidonsäure, zu einem Shift kommt. Hin zu den entzündungsfördernde Botenstoffe.

 

Die Botenstoffe, die Omega 3 FS EPA und DHA liefern sind:

Resolvine, Leukotriene, Prostaglandine die

-              antientzündlich

-              gefäßerweiternd

-              Blutdruck senkend

-              antithrombotisch

wirken.

 

Die Botenstoffe, die durch Omega 6 entstehen wirken

-              entzündungsfördernd

-              konstrikitv auf Gefäße

-              Blutdruck steigernd

-              Thrombose fördernd

 

Mehrere Studien zeigen eine signifikante Verminderung schwerer kardiovaskulärer Ereignisse, Senkung der Triglyceride im Blut, eine Stabilisierung der Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßen, durch die Gabe von Omega 3 bzw. der Verbesserung des damit verbundenen Omega 3 Index.

 

DHA ist, unabhängig von den Lebensfaktoren, dem Alter und Geschlecht, verbunden mit einem niedrigeren Blutdruck, sowohl dem diastolischen als auch dem systolischen Wert.

 

Der Omega 3 Index ist als Biomarker auch im Vergleich mit den klassischen Risikomarkern für kardiovaskuläre Problematiken wie

 

-              hsCRP

-              Homocystein

-              LDL-Cholesterin

-              Triglyzeride

 

Gleichwertig, oder stellt sogar noch eine stärkere Assoziation mit dem Risiko des plötzlichen Herztodes dar.

 

Bei einer Substitution sollte auf ein Vollspektrum-Produkt geachtet werden.

Die tägliche Substitution sollte sich an dem bestehenden Omega 3-Index ausrichten.

Die tägliche Aufnahme von bis zu 3 gr ist von der FDA (USA) und der EFSA (Europa) als unbedenklich eingestuft.

 

 

 

Quelle: Fachzeitschrift OM und Ernährung Nr. 192 „Kardiovaskuläre Prävention durch gezielte Steuerung des Omega-3-Index“

Dr.rer.nat.Dorthe Aasland

 
 
 

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