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  • Thilo Pascher

Mikronährstoff Info Selen - Das Anti-Aging Spurenelement

Aktualisiert: 4. Aug. 2023




Das Reparier-, Schutz- und Entgiftungsspurenelement.


Selen gehört zu den Spurenelementen, also den Mikronährstoffen, die in sehr geringerer Menge vom Körper benötigt werden, aber deshalb nicht weniger essentiell sind.

Im Körper ist Selen v. a. an die Aminosäuren Methionin und Cystein gebunden.

Im regulativen Zellstoffwechsel wird Selen an wirklich wichtigen Stellen im Körper benötigt.

Für den Zell- und DNA-Schutz, das Immunsystem, die Schilddrüse, die körpereigene Entgiftung, die Fruchtbarkeit ist Selen elementar. Ohne ausreichend Selen ist ein gesundes Leben unmöglich.

Der tägliche Bedarf laut der DGE für gesunde Menschen liegt bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen 70 µg und bei weiblichen Jugendlichen und Erwachsenen 60 µg pro Tag.

Als Richtwert um keinen Mangel zu erzeugen gilt 1 µg/Kg Körpergewicht.

Wohlbemerkt ist das die tägliche Dosis, um keinen Mangel zu bekommen. Je nach Krankheitszustand und Lebensweise sind diese Werte jedoch meist nicht ausreichend.

Eine sichere tägliche Zufuhr, ohne in die Überdosierung zu kommen, sind 70 bis zu 350 µg.

Ein idealer Spiegel im Vollblut sollte bei 140-160 µg liegen.


Merke: Die Höhe der Mikronährstoffzufuhr ist immer bedarfsabhängig!!


Selen

ist essenziell für die Bildung von antioxidativen Enzymen (antioxidative Wirkung) und spielt damit beim Zellschutz eine maßgebliche Rolle.

Über diese Selenoenzyme, z.B. der Glutathionperoxidase (das als eines der wichtigsten antioxidativen Schutzsysteme des Körpers zählt), wirkt es als Radikalenfänger im ganzen Körper. Es schützt die Mitochondrien vor ROS (reactive oxygen species) und kann deshalb auch als ein allgemeiner „Rostschutz“ für die Zellen bezeichnet werden. Besonders im Gehirn und den hormonproduzierenden Nervengeweben.

Es besitzt antientzündliche Eigenschaften (u.a. Hemmung des Nf-kB).

Es hat einen steigernden Effekt auf die Aktivität des Immunsystems, besitzt regenerative Wirkung auf das Immunsystem, regt die Produktion von Antikörpern an, besitzt antivirale Eigenschaften.

Es stimuliert die Bildung von Lymphozyten, es erhöht die Aktivität der natürlichen Killerzellen und der T-Zellen, steigert die Interferon-gamma-Synthese.

In der Schilddrüse ist Selen neben Jod wichtig für die Regulation des Hormonstoffwechsels. Es ist ein Bestandteil der Enzyms Typ-I-Thyroxin-5-Deiodase. Dieses Enzym katalysiert die Umwandlung von T4 (Thyroxin) zu T3 (Triiodthyronin).

Bei einer Autoimmunerkrankung (Hashimoto) wirkt es antientzündlich.

Hashimoto zu behandeln ohne einen ausreichenden Selenstatus darf als Unterlassung bezeichnet werden, denn Selen hat einen reduzierenden Effekt auf die Entzündungsreaktion der Schilddrüse.

Es fördert die Produktion, Qualität und Mobilität der Spermien.

Es ist beteiligt bei der DNA-Reparatur.

Es übernimmt Funktionen bei der Zellproliferation (Neubildung) sowie der Apoptose (programmierter Zelltod).

Es hat zerstörende Wirkung auf Tumorzellen.

Es ist ein integraler Bestandteil der Glutathion-Peroxidase und somit für die körpereigene Entgiftung immens wichtig.

Es ist wichtig für die Schwermetallentgiftung. Es hat eine inaktivierende Wirkung auf die freien Radikale, die durch Schwermetalle induziert werden und fördert deren Entgiftung.

Es ist ein biologischer Gegenspieler und bildet dadurch stabile Schwermetallselenide mit Cadmium, Quecksilber, Thallium und Silber, so dass sich diese schlechter an lebenswichtige Proteine im Körper binden können. Durch die starke Bindungsaffinität an bestimmte Schwermetalle, besonders von Quecksilber, an Selen, entziehen diese aber dem Körper Selen, das dann für die Produktion von Selenoenzymen fehlt. Deshalb muss unbedingt auf eine sehr gute Selenversorgung bei Menschen mit erhöhter Schwermetallbelastung und besonders bei Hg-Belastung (z.B. Amalgamträger) geachtet werden.


Die Zufuhr von Selen als anorganische Selenverbindung oder organische Selenverbindung?

Die biologische Wirkung von Selen im Zellstoffwechsel findet im aktiven Zentrum von Selenproteinen statt. Zu einem Selenoprotein zählt jedes Protein das Selenocystein enthält. Sie übernehmen Schutz und Abwehrfunktion.

Nur anorganisches Selen (Natriumselenit) kann als direkter Vorläufer für die Biosynthese von Selenoproteinen in der Zelle dienen. Organisch, an Aminosäuren gebundenes Selen (z.B. Selenmethionin) kann nicht gezielt eingebaut werden und wird hingegen zum Teil in Körperproteinen angereichert bis hin zur toxisch werdenden Konzentration.

Die anorganische Form Natriumselenit hat den Vorteil, dass sie entsprechend der Höhe der Dosierung resorbiert wird und nicht in unregelmäßigem Ausmaß, wie das bei den organischen Selenformen der Fall ist. Höhere Dosen von organischem Selen haben daher die Gefahr der Kumulation, dagegen Natriumselenit nicht.


Natriumselenit ist auch als Arzneimittel zugelassen und unterliegt deshalb auch einer strengen Überwachung der Arzneimittelsicherheit. Es hat sich über einen langen Zeitraum gezeigt, dass diese Form des Selens um eine sichere, gute verträgliche und nebenwirkungsarme Form handelt.

Selenmethionin erfüllt nicht den Arzneimittelstatus (also als Arzneimittel nicht zugelassen, sondern nur als Nahrungsergänzungsmittel) und unterliegt damit auch nicht einer Sicherheitsüberwachung.


Selen sollte nicht zusammen mit Vitamin C eingenommen werden. Der Abstand sollte nicht unter einer Stunde liegen. Durch die Interaktion von anorganischem Selen mit Vit. C wird es nicht mehr bioverfügbar.

Auch zu Zink und Chrom sollte ein Abstand eingehalten werden da sie die Resorption von Selen beeinträchtigen.

Oxidiertes Q10 kann mittels Selen recycelt werden. Deshalb macht es Sinn eine Q10 Substitution mit Selen (50mcgr) zu begleiten. Das ist ganz besonders dann angezeigt, wenn es Herzprobleme, Leistungsabfall und Muskelschwäche gibt. Diese Probleme können auch auf einen Q10 Mangel hindeuten.


Was verbraucht Selen, was verursacht einen erhöhten Bedarf:


Rauchen, Alkohol

Alle Erkrankungen die eine Malabsorption mit sich bringen. Anorexie, Bulimie, chron. Durchfälle, Störungen und Schäden der Darmschleimhaut

vegane Ernährung, proteinreduzierte Kost

Schwermetallbelastung, Amalgamträger

erhöhte Schadstoffbelastung

unter einem Vit.B6 Mangel kann es zu Verwertungsstörungen von Selenocystein kommen.

Tumorerkrankungen

Hashimoto

Dialyse

Pankreatitis

sekundäre Lymphödeme

Chemotherapie

Strahlentherapie

Hepatitis

Diuretika

Abführmittelmissbrauch

Xenobiotika (z.B. Kunststoffe, Pflanzenschutzmittel, Farbstoffe)


Ein Mangel kann sich zeigen durch:


rezidivierende Infekte, Immundefizit, -schwäche

rezidivierende Entzündungen

die Lipidperoxidation steigt an, in Folge besteht die Gefahr der Gefäßerkrankungen, erhöhte Entzündungsbereitschaft am Endothel

niedrige HDL-Werte

erhöhtes artherothrombotisches Risiko

krankhafte Vergrößerung des Herzmuskels

einen gestörter Schilddrüsenstoffwechsel

Muskelschwäche

trockene Haut und Nagelveränderungen


Überdosierung chronisch:

Haarausfall

brüchige Fingernägel

Hautveränderungen

Neuropathien


Überdosierung akut:

Bauchschmerzen, verbunden mit Übelkeit

Der Atem riecht nach Knoblauch, da überschüssiges Selen als Dimethylselenid abgeatmet wird.


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Dieser Artikel kann einen Arztbesuch nicht ersetzen!

Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.


Literatur:

Nährstofftherapie, Dr.Helena Orfanos-Boeckel, Trias

Orthomolekulare Medizin, Uwe Gröber

OM Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin, Thieme, Ausgabe 4/22

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